Objektive Messung der Belastung der Touristenstandorte
Einerseits gewinnt der Tourismus als sich dynamisch entwickelnde Komponente der wirtschaftlichen Entwicklung gegenwärtig immer mehr an Bedeutung, und andererseits müssen die problematischen Auswirkungen seiner ständig zunehmenden Intensität gesehen werden, insbesondere aus der Sicht der nachhaltigen Entwicklung (Kapitel 13 der AGENDA 21).
Eines der Instrumente für die Gewinnung von objektiven Daten für Entscheidungsprozesse sind Daten über die Belastung konkreter Standorte sowie die Intensität der Nutzung dieser Standorte durch die Besucher, und zwar durch ein gezieltes und langfristiges Monitoring des jeweiligen Gebietes.
Bis dato gab es in der Tschechischen Republik als einzige Form zur Gewinnung der erforderlichen Daten über die Besucherzahlen an den einzelnen Standorten nur die manuelle Erfassung, die jedoch sehr arbeitsaufwändig, langwierig und teuer ist. Aus diesem Grund wurde unter unseren Bedingungen die erste Anlage für das Monitoring der Besucherzahlen geschaffen und erprobt.
Im Herbst 2003 wurden 2 Prototypen installiert. In der Wintersaison wurde das Monitoring-Drehkreuz an einem extremen Standort hinsichtlich der klimatischen Bedingungen am Seitendamm der Talsperre in Josefův Důl erfolgreich geprüft. Das zweite Drehkreuz wurden am Wanderweg Malá Skála – Pantheon installiert.
Die entwickelte Anlage erfüllte nicht nur die in der Aufgabenstellung genannten Aufgaben, sondern übertraf die Erwartungen in vielen Parametern. Deshalb wurde diese Technologie schon bald beim Zählen der Touristenzahlen im Isergebirge genutzt, und derzeit läuft ein umfangreiches Monitoring im Nationalpark Böhmische Schweiz.
Die gemeinnützige Gesellschaft Neiße (Nisa o.p.s.) bietet diese Dienstleistung allen interessierten Privatpersonen und staatlichen Einrichtungen an, und zwar unter den folgenden Bedingungen.
Die wichtigsten Vorteile dieses Systems sind folgende:
- Objektivität der Daten unter Ausschluss des negativen Einflusses des Faktors Mensch.
- Die Daten stehen für einen beliebig langen Zeitraum im Intervall von 15 Minuten zur Verfügung.
- Die Daten können sofort ausgewertet werden, die Software unterstützt die grafische Darstellung (Säulendiagramme).
- Es besteht die Möglichkeit der Umsetzung der Monitoringanlage (Winter/Sommer). Im Vergleich zur manuellen Zählung wird eine unvergleichlich größere Datenmenge zur Verfügung gestellt: 365 Tage im Jahre, täglich von 8 bis 20 Uhr, d. h. pro Jahr insgesamt 4 380 Stunden, 17 520 Grundeinheiten!!!
- Konstante Betriebskosten.
Nachteile:
- Mögliche Zerstörung durch Vandalismus
- Mögliches Versagen der Technik